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Samkhya
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Das Samkhya (Sanskrit: n., à€žà€Ÿà€‚à€–à„à€Ż; IAST: Sāáčƒkhya; auch Sāáč…khya) gilt als eines der Ă€ltesten philosophischen Systeme indischen Ursprungs. Wegen seines großen Einflusses auf spĂ€tere Entwicklungen innerhalb der indischen Philosophie zĂ€hlt es zusammen mit dem Vedanta, der dem Samkhya einige seiner Theorien verdankt, zu den richtungsweisendsten Strömungen vedisch orientierten Denkens. Der Sanskrit-Begriff „samkhya“ bedeutet wörtlich „Zahl“, „AufzĂ€hlung“ oder „das, was etwas in allen Einzelheiten beschreibt“, und bezieht sich auf die im Samkhya postulierten wirklichkeitsbestimmenden Elemente, die dort einer umfassenden Analyse unterzogen werden. Allein das Wissen um diese Elemente soll bereits zur Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten fĂŒhren, was die primĂ€r soteriologische Rolle unterstreicht, die diese Tradition der Erkenntnis zukommen lĂ€sst.cite-ref-1[1]

Samkhya befasst sich mit der AufzĂ€hlung und Beschreibung der Existenz. In der westlichen Philosophie wĂŒrde man diesen Aspekt mit Ontologie, der Wissenschaft vom Sein, ĂŒbersetzen.

Contents

‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Entstehung und Entwicklung

Die Überlieferung nennt Kapila, Autor des verlorengegangenen Samkhya-Sutra, als BegrĂŒnder des Systems. Ob es sich hierbei um eine historische oder um eine rein legendĂ€re Person handelt, ist in der Forschung umstritten. Als wichtigste Textquelle gilt das Ă€lteste erhaltene Werk der Tradition, die Samkhya-Karika von Ishvarakrishna, eine Sammlung von insgesamt 72 Lehrstrophen, die etwa zwischen 350 und 450 n. Chr. verfasst wurde. Aus diesem Text ist die Lehre in der vorliegenden Form bekannt. Als Kernzeit des Samkhya ist die klassische Epoche anzusehen (um 400 v. Chr. bis um 700 n. Chr.). Das Mahabharata, das große indische Epos (300 v. Chr. – 500 n. Chr.) wurde deutlich vom Samkhya beeinflusst. Das Samkhya war schon frĂŒh mit dem Yoga eine enge Verbindung eingegangen. Das Samkhya lieferte die Theorie, das Yoga bildete die Praxis.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]

Aufgrund dieses ergĂ€nzenden Aspekts werden die beiden Systeme auch unter der Wortkombination „Samkhya-Yoga“ paarweise zusammengefasst. Gegen Mitte des ersten Jahrtausends ging das System des Samkhya vollstĂ€ndig im Yoga auf und zĂ€hlt daher heute vielfach zu den erloschenen Traditionen indischer Philosophie, auch wenn viele ihrer Grundideen durch Aufnahme in die LehrgebĂ€ude zahlreicher nachfolgender Strömungen weiterhin am Leben erhalten wurden. So beruft sich die Theorie des hinduistischen Medizinsystems, des Ayurveda, ganz wesentlich auf das philosophische System des Samkhya.cite-ref-4[4] Feuerstein (2009)cite-ref-5[5] widerspricht dieser Auffassung, insofern beide Traditionen ihre eigenen, klar charakterisierten Theorien und praktischen Methoden haben.

Theismus versus Atheismus

Anhand einer langen Liste von Indizien stellt Helmuth von Glasenapp dar, dass der genannte Autor des Samkhya-Sutra, der Rishi Kapila, als Theist oder Panentheist zu bezeichnen sei. So behaupten viele indische Schriftsteller der spĂ€teren Zeit, wie Madhva, Vallabha und andere, Kapila hĂ€tte ein Samkhya gelehrt, das den Upanishaden entsprach. Auch im Mahabharata treten Kapila und seine SchĂŒler als Vertreter des Panentheismus und Streiter fĂŒr die Sache Gottes auf. In den Puranas wird Kapila mit der Lehre vom All-Geist in Verbindung gebracht. Alle Ă€lteren Texte lassen nur den Schluss zu, dass mit Samkhya eine Lehre bezeichnet wurde, die einen Universalen Geist als Urgrund der Vielheit annahm und sich im AufzĂ€hlen der Weltelemente von den Ă€lteren Upanishaden unterschied. Dieser Umstand gibt eine ErklĂ€rung dafĂŒr, dass in den Upanishaden, in der Bhagavad-Gita und in den Puranas Vedanta und Samkhya nicht als GegensĂ€tze erscheinen. In der Samkhya-Karika von Ishvarakrishna greift der Autor die Lehre vom Dasein eines Weltenherrn Ishvara nicht an, vielmehr wird das Gottesproblem ĂŒberhaupt nicht behandelt. Erst die Kommentatoren zur Karika fĂŒhren GrĂŒnde gegen das Dasein eines Ishvara an, so dass von 500 nach Christus an das klassische Samkhya eine ausgesprochen anti-theistische Haltung vertrat. Dennoch versuchte Vijnanabhikshu (16. Jh.), dessen Kommentar SāáčƒkhyapravacanabhāáčŁya als sehr wichtiges Werk eingeschĂ€tzt wird, den Samkhya mit dem theistischen Yoga und dem Vedanta zu einem theistischen „nichtunterscheidbaren Nichtdualismus“ (avibhagādvaita) zu vereinen.

Philosophie

Im Zentrum der Philosophie des Samkhya steht die Darstellung der „25 Wirklichkeiten“ (tattvas) und die damit verbundene Lehre von (geistiger) Evolution und Involution. Sie stellt in der indischen Philosophie eines der sechs orthodoxen Shaddarshanas (Sanskrit à€Šà€°à„à€¶à€š darƛana) (klassischen indischen Philosophiesysteme) dar. Die Sankhya-Philosophie handelt von der kosmischen und der spirituellen Befreiungslehre. Weil in der Sankhya die Tattvas (Grundregeln, 25 Wirklichkeiten) aufgezĂ€hlt werden, spricht man von Sankhya auch als Zahl bzw. AufzĂ€hlung. Sie steht exemplarisch fĂŒr die Auffassung, dass bereits ein VerstĂ€ndnis der im Samkhya artikulierten kausal aufeinanderfolgenden Weltentstehungs-Stufen dazu ausreicht, die vollstĂ€ndige Erlösung aus dem Wiedergeburtenkreislauf zu erlangen, welche auch hier – wie bei den meisten philosophischen und religiösen Traditionen indischen Ursprungs – im Vordergrund steht. Jene Erlösung geht im Samkhya einher mit der Beendigung von drei Arten des Leidens (duhkha):

‱ adhyatmika (Leiden unter physischen oder psychischen Krankheiten),
‱ adhibhautika (von Außen zugefĂŒgtes Leid durch UmwelteinflĂŒsse oder Gewalt anderer), und
‱ adhidaivika (Leid durch Naturgewalt, Umweltkatastrophen oder ĂŒbernatĂŒrliche PhĂ€nomene).

Metaphysik und Ontologie

Das Samkhya vertritt im Rahmen seiner Metaphysik grundsĂ€tzlich einen Dualismus. Das Weltgeschehen wird auf zwei fundamentale Prinzipien zurĂŒckgefĂŒhrt:

1. passiven, bewussten Geist (Purusha) und
2. aktive, unbewusste „Urmaterie“ oder „Natur“ (Prakriti).

Purusha ist das Selbst, das allen fĂŒhlenden Wesen innewohnt. Es verleiht Menschen, Tieren, Pflanzen sowie Göttern EmpfindungsfĂ€higkeit und Bewusstsein. Prakriti ist die schöpferische Kraft hinter allen psychophysischen wie materiellen Gegebenheiten des Seins, zu denen auch Körperlichkeit, Denkprozesse und Wahrnehmung gehören. Da der Mensch, dessen wahre und ursprĂŒngliche IdentitĂ€t einzig und allein Purusha ist, die zur SphĂ€re der Prakriti gehörigen Aspekte irrtĂŒmlicherweise fĂŒr Bestandteile seiner selbst hĂ€lt, wird er aufgrund dieser Verwechslung in Leiden verstrickt. Es ist daher in der Lehre des Samkhya von entscheidender Bedeutung fĂŒr den nach Erlösung Strebenden, die beiden Substanzen und ihre Merkmale streng voneinander unterscheiden zu lernen.

Der Urmaterie Prakriti werden im Samkhya drei Gunas (Eigenschaften) zugeordnet:

‱ Sattva (das Seiende, Reinheit, Klarheit),
‱ Rajas (Bewegung, Energie, Leidenschaft) und
‱ Tamas (TrĂ€gheit, Finsternis, Schwere).

Das VerhĂ€ltnis zwischen Prakriti und dieser ihr innewohnenden drei KrĂ€fte wird in diversen Analogien illustriert und darin mit der Beziehung zwischen Lampe, Flamme und Docht oder mit einem aus drei FĂ€den bestehenden Zwirn verglichen. Wenn sich die Gunas im Gleichgewicht befinden, verbleibt die Prakriti in ihrem unmanifestierten Zustand (avyakta) als reine, undifferenzierte PotentialitĂ€t. Sie wird in diesem Stadium als „Mulaprakriti“ (Wurzel der Urmaterie) bezeichnet, da in ihr die gesamte Welt verborgen liegt, wie ein Baum im Samenkorn. Aufgrund der bloßen NĂ€he der Prakriti zu einem Purusha wird diese Balance jedoch gestört, und es kommt zu einem universellen Entfaltungsprozess, in dem die latente, verborgene Schöpfungskraft der Prakriti die gesamten PhĂ€nomene der Welt hervorbringt:

Aus der Urmaterie (mulaprakriti) entspringt die kosmische Intelligenz oder höhere Vernunft (mahat oder buddhi), und daraus das Ichbewusstsein (Ahamkara). Das Ichbewusstsein ist seinerseits der Ursprung des Denkvermögens (manas), aus dem die zehn Sinnesorgane (indriyani) entstehen. Diese Sinnesorgane umfassen die fĂŒnf Erkenntnisvermögen (buddhindriyani) und die fĂŒnf Tatvermögen (karmendriyani). Aus den Sinnesorganen gehen die fĂŒnf feinstofflichen Elemente Ton, BerĂŒhrung, Gestalt, Geschmack, Geruch (tanmatras) und die fĂŒnf grobstofflichen Elemente Raum, Luft, Feuer, Wasser, Erde (mahabhutani) hervor. Insgesamt sind dies, zusammen mit Purusha, die „25 Tattvas“.

Diese Manifestation (vyakta) vollzieht sich ohne aktive Einwirkung des Purusha, der in seinem Wesen stets unbeteiligter Zuschauer oder „Zeuge“ (sakshin) ist. Er löst inaktiv, durch seine bloße Gegenwart, die Evolution aus, und die Rolle der „causa materialis“ kommt allein Prakriti zu, die daher auch „Pradhana“ (die erste [Ursache]) genannt wird. Anhand dieser Auffassung lĂ€sst sich auch das vom Samkhya vertretene KausalitĂ€tsmodell des satkaryavada (Sanskrit, etwa: „Lehre vom Sein der Wirkung“) erklĂ€ren, nach dem die Ursache bereits der Wirkung immanent ist: die Wirkung bringt laut dieser Betrachtungsweise nichts wirklich Neues hervor, sondern das Entstehen ist lediglich die Wiederkehr der ewig gleichen Substanz, die stĂ€ndig neu modifiziert und transformiert wird (parinama). Ursache und Wirkung sind identisch. Die Samkhya begrĂŒnden dies damit, dass, wenn die Ursache von der Wirkung verschieden wĂ€re, es keine gemeinsame Verbindung zwischen den beiden gĂ€be, und daher alles ganz willkĂŒrlich entstehen könnte (z. B. Milch aus einem Stein). WĂ€re die Ursache nicht bereits der Wirkung immanent, mĂŒsste die Wirkung aus dem Nichts gekommen sein, da sie vor ihrer Manifestation nicht existierte, und dies ist nicht möglich, so das Samkhya, da es nichts gibt, das aus dem Nichts entstehen kann. So wie KĂ€se eine andere Form von Milch ist, beide jedoch die gleiche Beschaffenheit haben, so ist die Wirkung nur eine andere Form der Ursache.

Obwohl der Purusha im Samkhya als „jenseits von Raum, Zeit und KausalitĂ€t“, als „ewig rein und frei“ beschrieben wird, stellt er in dieser Philosophie keinen einzigartigen, ungeteilten, alldurchdringenden Urgrund dar wie das Brahman der Upanischaden, sondern es existiert eine unendliche Anzahl von individuellen Purushas. Das hĂ€ngt sowohl mit der Soteriologie als auch mit der RealitĂ€tsauffassung des Samkhya zusammen. Im Gegensatz zu monistischen Systemen, insbesondere dem Advaita Vedanta, werden hier die AblĂ€ufe von Entstehen und Vergehen sowie die Trennung zwischen den einzelnen Dingen nicht als etwas Relatives angesehen, dessen FĂŒr-wirklich-Halten auf Unwissenheit und Verblendung beruht. Die strikte Dichotomie zwischen Subjekt und Objekt – zwischen Wissendem und Gewusstem, Wahrnehmendem und Wahrgenommenem – soll im letzten Schritt nicht als illusorisch erkannt werden wie im Advaita, sondern macht gerade umgekehrt die wahre RealitĂ€t aus. Subjekt und Objekt mĂŒssen nur richtig voneinander unterschieden werden.

Purusha und Prakriti sind im Samkhya beide als fundamentale Instanzen ebenso wirklich wie die Vielheit der Objekte in der empirischen Welt. Um nun diesen ontologischen und metaphysischen Realismus aufrechterhalten zu können, und eine Befreiung aus dem leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten vor diesem Hintergrund plausibel zu machen, bedarf es einer Art von „Seelenpluralismus“, der sehr starke Ähnlichkeit mit dem jainistischen Konzept des Jiva aufweist. Da jeder Mensch einen Purusha beherbergt und auch nur einzeln erlöst werden kann, muss es notwendigerweise viele Purushas geben, da ansonsten durch die Erlösung des Einzelnen gleichzeitig alle anderen ebenso erlöst wĂŒrden, was der universellen Wirklichkeitsauffassung des Samkhya widersprĂ€che. Eine Herabstufung der Prakriti zu einer RealitĂ€t zweiten Grades, wie sie im Advaita durch die Gleichsetzung von Prakriti mit Maya vorgenommen wird, kommt daher fĂŒr die Vertreter des Samkhya nicht in Frage.

DarĂŒber hinaus wird mit dem Argument, dass die PrĂ€senz des Purusha den Grund fĂŒr das Ungleichgewicht der Guna innerhalb der Prakriti darstellt und daher zwei Instanzen fĂŒr eine Weltentstehung notwendig sind, ein Monismus zurĂŒckgewiesen. Ein alldurchdringendes Wesen in der Gestalt einer „letzten Wirklichkeit“, eines „Einen ohne Zweites“ (Ishvara, Brahman) wird in dem klassischen anti-theistischen Sankhya kategorisch ausgeschlossen (dies Ă€ndert sich in der spĂ€teren, theistischen AusprĂ€gung des Samkhya, die sich dem Schwestersystem des Yoga angleicht und Ishvara als Schöpferinstanz mit in ihr LehrgebĂ€ude aufnimmt). Das Gesetz des Karma vollzieht sich im klassischen Samkhya noch ohne Einwirkung eines höchsten Gottes. Auch diese Auffassung teilt dieses System mit dem Jainismus sowie auch mit dem Buddhismus, die beide ungefĂ€hr zeitgleich mit Samkhya entstanden.

Epistemologie und Soteriologie

Im Samkhya werden drei Erkenntnismittel (pramanas) als gĂŒltig anerkannt:

‱ Wahrnehmung (pratyaksha),
‱ Schlussfolgerung (anumana), und
‱ die Überlieferung durch einen Meister oder heilige Schriften (apta vakya).

Der Erkenntnis wird im Samkhya ein ĂŒbermĂ€ĂŸig hoher Stellenwert beigemessen. Das Erlernen der VorgĂ€nge des kosmischen Entstehungsprozesses und das Bewusstwerden des Sachverhaltes, dass Purusha und Prakriti völlig verschieden sind, keine wirkliche Verbindung miteinander eingehen, und der Purusha von jeher gĂ€nzlich frei und unabhĂ€ngig ist, fĂŒhrt laut Samkhya bereits zu einer Umkehr des Manifestationsprozesses. Ein Wissen um die Rolle des Purusha als „wahres Ich“ des Menschen und als von jeglichem Leiden unberĂŒhrter Zuschauer des schöpferischen Geschehens von Prakriti – nur in deren SphĂ€re existiert Leiden – ist bereits Moksha (hier kaivalya – UnabhĂ€ngigkeit – genannt), das nach dem physischen Tod das Ende aller Wiedergeburten und jeglicher Karma-Bindung mit sich bringt. Das Universum löst sich daraufhin wieder vollstĂ€ndig in die Mulaprakriti auf und verbleibt dort im Zustand des wiederhergestellten Gleichgewichts der Guna.

Es gibt im Zusammenhang mit der Erlösungslehre des Samkhya mehrere Gleichnisse, die den Ablauf der Befreiung versinnbildlichen sollen. Eines davon ist das Gleichnis vom Blinden und vom Lahmen. Der Blinde entspricht der aktiven Prakriti, und der Lahme dem inaktiven Purusha. Sie tun sich zusammen und helfen einander, um gemeinsam sicher an ihr jeweiliges Reiseziel zu gelangen. Dabei nimmt der Blinde den Lahmen huckepack und trĂ€gt ihn, der Lahme weist dafĂŒr dem Blinden die Richtung. Am Ziel ihrer Reise angelangt, trennen sich ihre Wege wieder. Beide haben die ihnen jeweils zukommende Aufgabe zur GĂ€nze erfĂŒllt. In einem anderen Gleichnis wird Prakriti mit einer TĂ€nzerin verglichen, die sich unbeobachtet fĂŒhlt, bis sie erkennt, dass ihr die ganze Zeit zugesehen wurde. VerschĂ€mt bricht sie ihren Tanz ab – so wie Prakriti ihren Schöpfungsprozess abbricht, nachdem der Purusha zur Erkenntnis gelangte, bloßer unbeteiligter „Zuschauer“ des Weltgeschehens zu sein.

Rituale, Opfer werden vom Samkhya abgelehnt. Yoga wird als Methode fĂŒr den physischen Bereich gesehen: das Abziehen der Sinnesorgane von den Sinnesobjekten. Überwiegt die Reinheit (Sattva) beim Menschen, welche Helligkeit und Klarheit und somit ErkenntnisfĂ€higkeit verkörpert, so hat dies direkten Einfluss auf die Sinnesorgane (Indriyani) und ist einer Erkenntnis zutrĂ€glich.

Siehe auch

‱ Tattvas

Literatur

‱ Richard Garbe: Die Samkhya-Philosophie. Leipzig 1917. (zeno.org)
‱ H. v. Glasenapp: Die Philosophie der Inder. (1948) Stuttgart 1985, ISBN 3-520-19504-6.
‱ Hellmuth Kiowsky: Evolution und Erlösung. Das indische Samkhya. Frankfurt 2005.
‱ Sarvepalli Radhakrishnan: Indische Philosophie. Von den Veden bis zum Buddhismus. Darmstadt 1956.
‱ Oscar Marcel Hinze: Der Lichtweg des Samkhya. 1996.

Weblinks

‱ Ferenc Ruzsa: Sāáč…khya. In: James Fieser, Bradley Dowden (Hrsg.): Internet Encyclopedia of Philosophy.
‱ Dan Lusthaus: Sāáčƒkhya. (englisch)

Einzelnachweise und Anmerkungen

cite-note-11. ↑ Georg Feuerstein: Die Yoga Tradition. Geschichte, Literatur, Philosophie & Praxis. Yoga Verlag, Wiggensbach 2009, ISBN 978-3-935001-06-9, S. 152 f.
cite-note-22. ↑ Shvetashvatara-Upanishad, VI,13
cite-note-33. ↑ Werner Scholz: Hinduismus. Ein Schnellkurs. Dumont, Köln 2008, ISBN 978-3-8321-9070-5, S. 68 f.
cite-note-44. ↑ Elvira Friedrich: Yoga. Der indische Erlösungsweg. Das klassische System und seine HintergrĂŒnde. (= Diederichs Gelbe Reihe). Eugen Diederich, MĂŒnchen 1997, ISBN 3-424-01378-1, S. 48 f.
cite-note-55. ↑ Georg Feuerstein: Die Yoga Tradition. Geschichte, Literatur, Philosophie & Praxis. Yoga Verlag, Wiggensbach 2009, ISBN 978-3-935001-06-9, S. 152